Smartphone-Bank Tomorrow: Mehrere Millionen Euro über Crowdinvesting?

Nachhaltigkeits-Startup stellt Kleinanlegern Verzwanzigfachung ihres Einsatzes in Aussicht

Das Fintech Tomorrow erwägt, sich über private Investments von Kleinanlegern zu finanzieren.  Ähnlich wie die britische Direktbank Monzo will Tomorrow mehrere Millionen Euro über Crowdfunding aufbringen. Wie nachhaltig ist diese Maßnahme?

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Verbraucher als Investoren

Quelle: Tomorrow / Screenshot: mobilebanking.de

Das Prinzip Start-Up sieht vor, dass die Unternehmen in regelmäßigen Abständen Geld von Investoren einsammeln, um weiter zu wachsen. Als erste deutsche Smartphone-Bank will Tomorrow nun auch Investitionen von Verbrauchern generieren. Zwei Millionen Euro wolle man laut Co-Gründer Michael Schweikart über Crowdinvesting einsammeln. Bürger können mindestens 100 Euro und maximal 25.000 Euro in das nachhaltige Fintech investieren, im Gegenzug erhalten sie digitale Anteile der Bank. Kleinanleger, die ihre Anteile fünf Jahre lang halten, dürfen diese verkaufen und erhalten fünf Prozent jährliche Zinsen, heißt es bei Tomorrow. Das frische Geld wolle man sowohl in die internationale Expansion stecken als auch in einen eigenen Fonds, der wiederum selbst in nachhaltige Unternehmen investiert.

Vorbild Monzo

Dass Crowdfunding für eine Direktbank funktionieren kann, hat das britische Fintech Monzo vorgemacht: das Start-Up kann bereits auf mehrere Crowd-Finanzierungsrunden zurückblicken. 2016 sammelte Monzo über Crowdinvesting eine Million Pfund in knapp einer Minute ein, 2018 waren es 20 Millionen Pfund in zwei Tagen. Wer sich am Crowdfunding beteiligt, profitiert davon, wenn es dem Unternehmen gut geht. Steigt der Wert des Fintechs, steigen auch die eigenen Anteile in ihrem Wert. Umgekehrt bedeutet das allerdings auch, dass das eigene Investment nichts mehr wert ist, wenn das Unternehmen pleite geht.

Wie nachhaltig ist eine Crowd-Kampagne?

Tatsächlich wirft das Konzept, Privatpersonen als Investoren zu gewinnen, Fragen auf. So kritisiert das investigative Online-Magazin Finanz-szene.de die Aussage Schweikarts gegenüber der Süddeutschen Zeitung, Kleinanleger könnten bei Tomorrow ihren Einsatz verzwanzigfachen – was nicht nach einer nachhaltigen Anlagestrategie klingt, die sich Tomorrow auf die Fahnen geschrieben hat.

Ein Blick auf die jüngste Entwicklung des Fintechs zeigt außerdem, dass die Wachstumszahlen sehr moderat ausgefallen sind, wie Heinz-Roger Dohms von Finanz-szene.de betont: aktuell habe Tomorrow offiziell 40.000 Kunden, bei einem Wachstum von 2.300 Kunden monatlich werde das anvisierte Ziel von einer Million Kunden erst Mitte der 2050er Jahre erreicht. Auch die bereits 2020 vorgesehene Auslandsexpansion, die jetzt mit dem Geld der Kleinanleger für 2021 finanziert werden soll, mache stutzig.

Im Herbst 2019 hatte Tomorrow von professionellen Investoren 8,5 Millionen Euro eingesammelt. In der nächsten Finanzierungsrunde wollen diese Kapitalgeber aber nur noch zwei Millionen Euro an Tomorrow vergeben, der Rest soll über Kleinanleger finanziert werden. Aber, wie fair ist das Konzept, Geld von Verbrauchern abzugreifen, wenn sogar professionelle Venture Capitalists zurückhaltend mit ihren Investitionen sind?

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