Deutschlands größte Bankenstudie: Problemfelder, Gewinner & Verlierer

Studie Moonroc Retail Banking Kompass 2021: Warum alte Bankmodelle nicht mehr funktionieren

Wie ein Brennglas hat die Corona-Pandemie deutlich gemacht, was im klassischen Bankensystem schiefläuft. Veraltete Strukturen bremsen die Institute aus, gleichzeitig drängen innovative Wettbewerber in den Markt. Schuldenberge und Überliquidität verschärfen die Situation weiter.

Anzeige

Ein Konto: ALLE Möglichkeiten! XTB bietet aktives Trading und langfristiges Investieren in Aktien & ETF aus einer Hand. Handeln Sie in allen Börsenlagen und mit jeder Kontogröße! Aktien & CFD – Auf steigende oder fallende Kurse setzen! Über 500.000 Kunden weltweit handeln bereits mit einer der besten, schnellsten und stabilsten Apps am Markt. Deutscher Service inklusive! Testen Sie es!

HANDELN SIE VERANTWORTUNGSVOLL!
CFDs sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 81% der Kleinanlegerkonten verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Umfassende Studie zur Situation der Retail-Banken

Moonroc-Studie macht auf den Wandel im Bankwesen aufmerksam: Klassische, alte Banken werden zunehmend durch modernes Banking und Neobanken ersetzt.

Die jüngste Ausgabe der großen Moonroc-Bankenstudie zeigt aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen für den Bankensektor auf. Auch die Banken befinden sich fest im Griff der weltweiten Corona-Pandemie. Neue Schuldenberge, Überliquidität und veraltete Strukturen bedrohen und behindern die Institute, die Branche sucht nach neuen Lösungen.

Autonomes Banking ersetzt die Filialbank

So hat sich in den vergangenen zwölf Monaten gezeigt, dass Banking auch ohne Filialen funktioniert. Angeschoben durch mehrere Lockdowns sind Kunden in ihrem Service- und Abschlussverhalten in andere Kanäle gewandert und schaffen mit ihrem täglichen Kundenverhalten eine neue Realität. Doch die Filiale muss nicht zwangsläufig verschwinden. Einige Bankprodukte, wie Baufinanzierungen, Vorsorge- und Investmentprodukte, werden weiter eher über den persönlichen Kontakt erworben. Hier sei ein hybrider Ansatz nötig, der digitale und physische Touchpoints verbinde, heißt es in der Moonroc-Studie.

Neue Anbieter können Kunden für sich begeistern

New Players, junge Banken und Fintechs gewinnen signifikante Marktanteile und bestimmen ganze Branchentrends im Bankwesen. Neue Anbieter schaffen es, Kunden Schritt für Schritt für sich zu begeistern. Die klassischen Banken sind hingegen dabei, ihren Vertrauensvorsprung zu verlieren. Es fällt ihnen schwer, die Geschwindigkeit, Innovationskraft und Investitionsbereitschaft der jungen Wettbewerber mitzugehen. Trotz mancher Anfangsschwierigkeiten steigt die Kundenakzeptanz gegenüber den neuen Anbietern.

Bedeutung der Big Techs im Bankwesen nimmt zu

Je stärker das Bankleben online stattfindet, desto bedeutender wird die Rolle und Funktion der Big Techs. Sie sind vor allem an den neuen Kundenschnittstellen wie Marktplätzen und Suchmaschinen im Internet zu finden. Banken sind heute in zunehmendem Maße bereit, ihre IT ausgerechnet in die Hände der großen Technologiekonzerne zu legen. Während klassische Outsourcing-Angebote nur begrenzt Zustimmung von Banken fanden, sind Lösungen unter dem Begriff Cloud heute sehr nachgefragt. Die Tech-Player wiederum freuen sich, noch tiefer in die Prozesswelt der Banken vorstoßen zu können.

Banken scheitern an ihrer Komplexität

Die eigene Komplexität macht vielen Banken sehr zu schaffen. Die Mehrheit der Mitarbeiter ist in interner Bürokratie und Prozessen gefangen. Eine Weiterentwicklung des Bankings in Richtung Zukunft, schnelle Antworten auf neue Möglichkeiten und neue Chancen im Markt sind in einer solchen Organisationsstruktur kaum erreichbar. Die Banken bremsen sich selbst aus und halten das alte operative Modell am Laufen, anstatt ein neues aufzubauen.

Digitalisierung zerstört Margen

Mit zunehmender Digitalisierung sinkt das Margenpotential der klassischen Bankprodukte. Durch digitale Prozesse werden Transaktionskosten gesenkt und andere, digitale Vertriebs- und Abwicklungsformen ermöglicht. Hinzu kommt der Niedrigzinseffekt, der Bankerträge deutlich schrumpfen lässt. So sind die Zinserträge der deutschen Banken laut Moonroc-Kompass 2021 von 303 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 162,8 Milliarden Euro in 2019 abgestürzt. Dennoch zählen die Euroländer weiterhin ca. 4.400 Bankhäuser. Dies erscheint viel zu viel für ein Geschäft, welches aufgrund der Technisierung große Investitionen benötigt und zeitgleich aufgrund der Niedrigzinsen immer geringere Erträge und Margen ermöglicht. Eine Konsolidierungswelle der Banken ist unausweichlich.

Geldflut und künstliche Entlastungen

Mit der Politik des billigen Geldes entzieht die Europäische Zentralbank (EZB) einigen Banken quasi über Nacht ihr Geschäftsmodell. Gleichzeitig schafft sie aber auch künstliche Entlastungen in Form der sogenannten Langfristtender (TLTROs) und erzeugt mit der Geldflut Sonderkonjunkturen, zum Beispiel im Wertpapiergeschäft, bei Immobilien und bei Kryptowährungen. “Die aktuell ordentlichen Geschäftszahlen einiger Banken dürfen nicht als erste Erfolge neuer Bankstrategien missinterpretiert werden”, warnt Dr. Torsten Stuska, Partner bei Moonroc: “Tatsächlich erzeugt die EZB über TLTROs und mit der Flut an neuem Geld für viele Banken windfall profits. Die aktuellen Stützungsprogramme der Zentralbanken sollten eher als Brückenfinanzierung verstanden werden. In der Übergangszeit gilt es für Banken, ihre Geschäftsmodelle sehr grundlegend an die neue Bankenwelt anzupassen”, so Stuska.

ETF-Sparpläne als Gewinner

Nahezu alle Anlageklassen gewinnen in der neuen Welt der Überliquidität. Das viele neue Geld sucht verzweifelt nach Anlagemöglichkeiten. So hat sich beispielsweise die Anzahl an ETF-Sparplänen in Deutschland in den letzten zwei Jahren von 1,3 Millionen auf 2,5 Millionen nahezu verdoppelt (+89 Prozent). Auch die zunehmende Bepreisung der Giro- und Spareinlagen von Privatkunden wird günstigen neuen Anlageklassen wie ETFs weiter ein hohes Wachstum bescheren. Bis 2025 rechnen die Studienautoren mit ca. 7,5 Millionen ETF-Sparkonten in Deutschland.

Anzeige

Jetzt 1,00 % Top-Zins auf dem Tagesgeldkonto der 1822direkt sichern. Nicht lange zögern, sondern Top-Zins sichern. Ab sofort bietet die 1822direkt für Neukunden 1,00 % Zinsen p.a. auf bis zu 50.000 € Anlagesumme. Und das garantiert für 6 Monate. Die 1822direkt ist ein Tochterunternehmen der Frankfurter Sparkasse. Einlagen sind bis zu einem Betrag von 100.000 € pro Person abgesichert. » Mehr erfahren

Zurück

Über uns

Hinter Corporatebanking.de steht das Team der Portalavenue. Sollte der Kauf und die Übernahme der Domain für Sie von Interesse sein, können Sie sich gerne an uns wenden.

Informa­tionen

Impressum

Datenschutz

 

 

 

CORPORATE BANKING DEFINITION