Penta: Bankkonto für Selbständige, kleine und mittlere Unternehmen

Markus Steiff, Chief Growth Officer bei Penta im Interview

Das Geschäftskonto-Fintech Penta hat dieses Jahr nicht nur durch eine 30 Millionen Finanzierungsrunde auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch durch einen kompletten Umbau des Managements. Neben Markus Pertlwieser, dem langjährigen Digitalchef der Deutschen Bank, gehört seit kurzem auch der ehemalige Yunar-Chef Markus Steiff zum Führungsteam von Penta. Im Rahmen eines Interviews haben wir mit dem neuen Chief Growth Officer von Penta über die Pläne des ambitionierten Fintechs gesprochen, das schnell wachsende Produktportfolio analysiert und den Nachhaltigkeitsapekt im Business Banking hinterfragt.

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14.07.2021

Markus Steiff, Chief Growth Officer bei Penta. - Quelle: Penta

Herr Steiff, was zeichnet Penta aus? Was unterscheidet Penta von anderen Geschäftskonto-Anbietern in Deutschland? Was ist das Alleinstellungsmerkmal von Penta?

Penta ist der führende Anbieter in Deutschland, der ein vollwertiges digitales Bankkonto für Selbständige, kleine und mittlere Unternehmen mit einer umfassenden Firmenkarten- und Firmenkostenmanagementlösung kombiniert. Als offizieller Datev-Marktplatzpartner ermöglicht Penta die Übertragung von Buchhaltungsdaten über die offizielle Schnittstelle zu Datev. Bei der Entwicklung von Produkten und Lösungen beziehen wir unsere Kunden zudem in jeden Schritt mit ein. So stellen wir sicher, dass wir genau die Lösungen entwickeln, die unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Sie waren zuvor CEO von Yunar, einer ambitionierten Banking-App, die Mitte 2020 - nach nur zwei Jahren – wieder eingestellt wurde. Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dieser Zeit mit? Was hat bei Yunar gut funktioniert und könnte in die weitere Entwicklung von Penta mit einfließen?

Das Geschäftsmodell von Yunar zielte auf Privatkunden, Penta richtet sich hingegen an Geschäftskunden. Das erschwert den Vergleich etwas. Aber natürlich gibt es Learnings, die sich übertragen lassen. Das Wichtigste, um als Unternehmen erfolgreich zu sein, ist ein gutes Team. Das hatten wir bei Yunar und vor allem auch bei Penta. Wir sind immer auf der Suche nach Talenten, ein Blick auf unsere Stellenausschreibungen lohnt sich. Zweites großes Learning: Ein gutes Netzwerk und die richtigen Partnerschaften helfen enorm bei der Skalierung des Unternehmens. Bei Penta haben wir tolle Produktpartner auf unserer Plattform, etwa Iwoca und Auximo für Kredite oder Weltsparen für Firmenfest- und Tagesgelder.

Sie sind bei Penta als Chief Growth Officer für das Wachstum des Unternehmens verantwortlich. Was wird sich im Hinblick auf das Marketing konkret verändern? Über welche Kanäle soll die Marke Penta in Zukunft besonders bekannt gemacht werden? Welche Maßnahmen favorisieren Sie im digitalen Bereich?

Bei einem komplett digitalen Angebot wie unserem ist es naheliegend, dass digitale Kanäle für uns an erster Stelle stehen - sowohl Paid Search und Paid Social als auch organische Kanäle. Wir sind zudem sehr stolz auf unsere sehr zufriedenen Kunden, die uns gerne weiterempfehlen. Last but not least sind Partnerschaften mit anderen Unternehmen und Influencer Marketing für uns vielversprechende Kanäle. Wenn wir weiter in die Zukunft schauen, dann kann aber auch sogenannte Out-of-Home-Werbung interessanter für uns werden, wenn die Pandemie es zulässt und mehr Menschen mobil und zusammen sein können.

Markus Pertlwieser, der neue CEO von Penta, sagte im FFWD Podcast, dass das Produktangebot von Penta zukünftig um einen Dispo erweitert wird. Ebenso möchte Penta seinen Kunden ein eigenständiges Kreditangebot offerieren. Können Sie schon mehr zu diesen Features sagen? Wann wird es diese Angebote geben?

Unsere Produkt-Roadmap ist öffentlich und unsere Kunden können mitbestimmen, welche Produkte und Lösungen wir als nächstes entwickeln sollen. Das Thema Überziehungskredite ist weit oben auf unserer To-Do-Liste, da wir unseren Kunden diese Leistung möglichst bald anbieten wollen.

Penta hat im Rahmen der Coronakrise als erstes Fintech Deutschlands Ende letzten Jahres KfW-Schnellkredite angeboten. Welche Erfahrungen haben Sie mit diesen Krediten gemacht? Wie haben Penta-Kunden dieses Angebot in Anspruch genommen?

Im vergangenen Jahr war schnell klar, dass die Pandemie auch vielen unserer Kunden große Probleme verursacht. Mit unserem Partner Banxware haben wir in kürzester Zeit eine Lösung gefunden, um unseren Kunden den Zugang zum KfW-Schnellkredit zu ermöglichen. Dieses Angebot wurde insgesamt gut angenommen, so dass wir vielen Unternehmen durch diese schwierige Zeit helfen konnten. Die regulatorischen Vorgaben an den KfW-Schnellkredit hinderten jedoch auch einige unserer Kunden daran, das Angebot in Anspruch zunehmen - in diesen Fällen wurden die Voraussetzungen nicht erfüllt.

Kooperationen im Steuerbereich (mit der Steuersoftware Datev) und im Tagesgeld-Segment (mit Weltsparen) runden das Gesamtportfolio von Penta ab. Wie wurden diese neuen Features von den Stammkunden bislang angenommen?

Die Integration einer Datev-Schnittstelle war eines der am meisten nachgefragten Features bei unseren Kunden, um ihre Transaktionsdaten und Belege besser mit Steuerberatern zu teilen. Vor der Datev-Integration mussten Buchungsdaten und Belege manuell in die Datev-Software oder in andere Buchhaltungstools exportiert und hochgeladen werden. Das war zeitaufwändig und fehleranfällig. Mit der Datev-Integration sparen unsere Kunden mehrere Stunden Arbeit pro Woche, um ihre Daten und Belege für Steuerberater bereitzustellen. Über unseren Partner Weltsparen bzw. Raisin können Penta-Kunden mögliche Negativzinsen auf ihre Einlagen vermeiden und Überschussliquidität attraktiv verzinst und gesichert in Deutschland und Europa anlegen. Auch dieses Angebot wird gut angenommen. Seit Beginn der Kooperation wurden auf Kundenseite somit Negativzinsen im sechsstelligen Bereich gespart.

Sowohl im Retailbanking als auch im Investmentbanking spielt das Thema „Sustainability“ eine immer größere Rolle. Was passiert bei Penta in puncto „Nachhaltigkeit“? Wäre in Zukunft auch ein Produkt im Sinne eines „nachhaltigen Geschäftskontos“ denkbar?

Langfristig sehen wir die Konformität mit ESG-Standards als unsere Licence to operate. Nachhaltigkeitskriterien sind aber heute schon fester Bestandteil der Kern-Performance-Indikatoren von Penta entlang der vier Stakeholder-Gruppen Investoren, Beschäftigte, Kunden und Umwelt. Entsprechende KPIs zu CO2-Emissionen stehen bei uns gleichberechtigt neben KPIs wie Kundenzufriedenheit oder Anzahl der Neukunden.

Derzeit hat Penta mehr als 30.000 Kunden. Markus Pertlwieser sprach davon, dass man bei Penta Richtung „sechsstellige Kundenzahl“ gehen möchte. Wie sieht die Roadmap aus und wann wird man dieses Ziel erreichen?

Wir wollen kontinuierlich wachsen, was uns auch trotz der Corona-Pandemie sehr gut gelingt. Aber so ein Wachstum muss auch nachhaltig sein. Uns ist deshalb ebenso wichtig, dass unsere Unit Economics stimmen, also dass die einzelnen Geschäftsbereiche gute Kosten-Umsatz-Verhältnisse aufweisen. Das ist der Penta-Weg. Entscheidend ist letztlich kein Datum, sondern dass wir unsere Prozesse und Strukturen so weiterentwickeln, dass sie diesem Wachstum jederzeit gerecht werden.

Herr Steiff, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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